Referent:innen

Phil­ip­pe Iss­ler stu­diert Phi­lo­so­phie mit Schwer­punkt Sozi­al- und Demo­kra­tie­theo­rie an der Uni­ver­si­tät Leip­zig und ist wis­sen­schaft­li­che Hilfs­kraft des dor­ti­gen stu­di­um uni­ver­sa­le. Einst eher natur­wis­sen­schaft­lich inter­es­siert, weil von der in den geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen gras­sie­ren­den Belie­big­keit abge­schreckt, ent­deck­te er schließ­lich sei­nen Zugang zur west­li­chen Phi­lo­so­phie über den Refle­xi­ons­lo­gi­ker Gott­hard Gün­ther und des­sen Inter­pre­ta­ti­on der klas­si­schen deut­schen Phi­lo­so­phie.

Schon damals fas­zi­niert von der Mög­lich­keit, die Refle­xi­ons­lo­gik = Selbst­wi­der­spie­ge­lungs­lo­gik des Selbst­be­wusst­seins auf sozia­le Zusam­men­hän­ge zu über­tra­gen, stieß er bald auf das Werk von Johan­nes Hein­richs, wor­in der tran­szen­den­tal­phi­lo­so­phi­sche Ansatz auf Grund­la­ge der epo­cha­len Ein­sicht in die Vier­stu­fung der geleb­ten Selbst­re­fle­xi­on begriff­lich-phi­lo­so­phisch wei­ter­ent­wi­ckelt und eine inte­gra­le Sys­te­ma­tik ent­fal­tet wird, die den gesam­ten bewuss­ten Lebens­pro­zess in sei­nen all­ge­mei­nen Momen­ten theo­re­tisch rekon­stru­iert. Die­se Phi­lo­so­phie begeis­tert Phil­ip­pe bis heu­te durch ihre begriff­li­che Prä­zi­si­on und ganz­heit­li­che Tie­fe, ihre strin­gen­te Ver­bin­dung von Ratio­na­li­tät und Spi­ri­tua­li­tät sowie ihre prak­ti­sche und poli­ti­sche Rele­vanz.


Workshop/Vortrag zur Wert­stu­fen­de­mo­kra­tie

Ihr wollt wis­sen, wie Gesell­schaft ent­steht, funk­tio­niert und dem­entspre­chend ein­ge­rich­tet wer­den soll­te? Phil­ip­pe erklärt euch die kom­ple­xe Refle­xi­ons-Sys­tem­theo­rie des Sozia­len nach Johan­nes Hein­richs und das dar­aus abge­lei­te­te Demo­kra­tie­mo­dell auf ein­fa­che und anschau­li­che Wei­se anhand einer Kipp­fi­gur – und stellt euch bei Inter­es­se ger­ne Mög­lich­kei­ten vor, wie das Wert­stu­fen­prin­zip auch in klei­ne­ren Orga­ni­sa­tio­nen umge­setzt wer­den kann. Kei­ne phi­lo­so­phi­schen Vor­kennt­nis­se erfor­der­lich!

Work­shop zur Inte­gra­len Phi­lo­so­phie

Auf Grund­la­ge der Ein­sicht in die fun­da­men­ta­le Refle­xi­ons­struk­tur des Selbst­be­wusst­seins lässt sich nicht nur eine umfas­sen­de Sozi­al­theo­rie und Sozi­al­ethik ent­fal­ten, son­dern auch der akti­ve wie rezep­ti­ve „Sinn­pro­zess“ im indi­vi­du­el­len Selbst­be­wusst­sein, die geis­tig-see­lisch-kör­per­li­che Ver­fasst­heit des Men­schen und die Grund­struk­tur der Psy­che erklä­ren. Indem die Inte­gra­le Phi­lo­so­phie eine sys­te­ma­ti­sche Gesamt­schau über sämt­li­che Bewusst­seins­mo­men­te und Bewusst­seins­voll­zü­ge bie­tet, lie­fert sie zugleich das wis­sen­schaft­lich begrün­de­te Fun­da­ment eines phi­lo­so­phi­schen Huma­nis­mus und eröff­net den Denk­raum für noch wei­ter ins Unbe­ding­te aus­grei­fen­de spi­ri­tu­el­le Phi­lo­so­phien. Phil­ip­pe gibt euch eine anschau­li­che Ein­füh­rung in die­sen ver­blüf­fend ein­leuch­ten­den und erklä­rungs­star­ken phi­lo­so­phi­schen Ansatz und geht im Work­shop je nach Wunsch näher auf die euch inter­es­sie­ren­den The­men­ge­bie­te ein.


Anfra­gen an wertstufendemokratie[at]riseup.net

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